21. Juni 2026

Ausweis schwärzen: Personalausweis-Kopie DSGVO-sicher unkenntlich machen (2026)

Ausweis schwärzen: Personalausweis-Kopie DSGVO-sicher unkenntlich machen (2026)

Um einen Ausweis zu schwärzen, machen Sie auf der Kopie alle Angaben unkenntlich, die der Empfänger nicht zwingend benötigt — typischerweise die Zugangsnummer (CAN), die Seriennummer und nicht erforderliche Felder — und exportieren eine geflättete Kopie, deren Schwärzungen sich nicht rückgängig machen lassen. Markieren Sie die Kopie zusätzlich sichtbar als „Kopie".

Warum Ausweiskopien überhaupt geschwärzt werden

Seit der Reform des Personalausweisgesetzes sind Kopien des Personalausweises zulässig, müssen aber als Kopie erkennbar sein. Datenschutzbehörden empfehlen, beim Weitergeben einer Kopie alle Daten zu schwärzen, die für den jeweiligen Zweck nicht erforderlich sind — nach dem Grundsatz der Datenminimierung (Art. 5 DSGVO). Ein Hotel, ein Vermieter oder ein Online-Dienst braucht selten den vollständigen Ausweis.

Welche Felder Sie schwärzen sollten

Auf einem deutschen Personalausweis sind häufig entbehrlich:

  • Zugangsnummer (CAN) — die sechsstellige Nummer rechts; wird für die Online-Ausweisfunktion genutzt und gehört fast nie auf eine Kopie.
  • Seriennummer / Zugangsnummer des Dokuments
  • Größe und Augenfarbe
  • Unterschrift, sofern nicht benötigt
  • Bei reinem Altersnachweis zusätzlich: Anschrift und ggf. das genaue Geburtsdatum (bis auf das nötige Minimum)

Was sichtbar bleiben darf, hängt vom Zweck ab: Ein Altersnachweis braucht Geburtsdatum und Foto, aber keine Ausweisnummer; ein Identitätsnachweis braucht Name und Foto, aber selten die CAN.

Hinweis: Dies ist eine allgemeine Orientierung, keine Rechtsberatung. Im Zweifel richten Sie sich nach dem konkreten Zweck und den Vorgaben der anfragenden Stelle.

So schwärzen Sie den Ausweis richtig

  1. Scannen oder fotografieren Sie die Vorlage und arbeiten Sie mit dieser Kopie.
  2. Laden Sie die Datei in ein Schwärzungstool — ein KI-Tool wie PDF Schwärzen AI erkennt Name, Anschrift, Geburtsdatum und Nummern automatisch, auch auf Scans per OCR.
  3. Schwärzen Sie die nicht benötigten Felder (CAN, Seriennummer, weitere entbehrliche Angaben).
  4. Markieren Sie die Kopie sichtbar als „Kopie".
  5. Exportieren Sie eine geflättete Datei und prüfen Sie, dass unter den Schwärzungen nichts markierbar bleibt.

Der Fehler, der den Ausweis trotzdem preisgibt

Ein schwarzer Kasten in einem normalen Bild- oder PDF-Programm verdeckt die Daten nur optisch. Bei einem PDF bleibt der Text darunter kopierbar; bei einem Bild lässt sich die Helligkeit mancher „Schwärzungen" zurückrechnen. Sicher ist nur eine geflättete, rasterisierte Ausgabe, bei der die Daten vollständig aus der Datei entfernt sind.

Häufige Fragen

Darf ich meinen Personalausweis überhaupt kopieren lassen? Ja. Kopien sind zulässig, müssen aber als Kopie erkennbar sein, und es sollten nur die für den Zweck erforderlichen Daten sichtbar sein. Den Rest sollten Sie schwärzen.

Welche Nummer auf dem Ausweis ist besonders sensibel? Die sechsstellige Zugangsnummer (CAN) und die Seriennummer. Sie gehören auf eine Kopie in der Regel nicht und sollten geschwärzt werden.

Reicht ein schwarzer Balken in Paint oder Word? Nein. Solche Schwärzungen lassen sich oft rückgängig machen. Nutzen Sie ein Tool, das eine geflättete, nicht wiederherstellbare Datei exportiert.

Kann ich einen gescannten Ausweis schwärzen? Ja. Tools mit OCR erkennen den Text auch in gescannten Bildern und können die relevanten Felder unkenntlich machen.

Loslegen

Schwärzen Sie eine Ausweiskopie kostenlos auf redact-pdf.ai, oder lesen Sie zuerst den Leitfaden PDF schwärzen.